Nicht der Porzellankörper ist durch die Spülmaschine bedroht. Das Dekor ist es — und ob es unter der Glasur oder auf ihr liegt, entscheidet die Antwort.
Die Wikipedia-Artikel stellen die beiden Verfahren nebeneinander. Unterglasurdekor wird aufgemalt, bevor die transparente Glasur aufgetragen und gebrannt wird; weil die Glasur es dann bedeckt, ist das Dekor vollständig dauerhaft und die Oberfläche hat einen gleichmäßigen Glanz. Aufglasurdekor wird auf die bereits gebrannte und glasierte Oberfläche aufgetragen und in einem zweiten Brand bei relativ niedriger Temperatur fixiert — das erlaubt die breitere, kräftigere Farbpalette, denn diese Pigmente würden die Temperatur nicht überstehen, die der Porzellankörper braucht.
Dieser niedrigere zweite Brand ist die ganze Geschichte. Die Farben verschmelzen auf der Glasur statt unter ihr, sie sind also allem ausgesetzt, dem die Oberfläche ausgesetzt ist. Blau-weißes Porzellan ist der klassische Unterglasurfall, historisch auf eine schmale Farbpalette beschränkt — vor allem Kobaltblau — genau weil nur wenige Pigmente den hohen Brand überstehen. Ein Stück mit breiter, leuchtender Palette trägt sie eher über der Glasur.
Gold- und Metallränder sind der deutlichere Fall, denn Vergoldung wird ihrer Natur nach über der Glasur aufgetragen — Unterglasurgold gibt es nicht. Das ist auch der Grund, warum goldberandete Stücke die übliche Ausnahme bei der Mikrowelle sind: Metall in der Mikrowelle ist ein anderes Problem als Abnutzung. Und der Porzellankörper selbst ist wirklich widerstandsfähig, beschrieben als vollständig verglast, hart und undurchlässig sogar vor dem Glasieren — deshalb geht es bei der Antwort um die Oberfläche und nicht um das Material.
Angebote sagen selten ausdrücklich „Aufglasur“ oder „Unterglasur“, aber sie sagen oft genug: handbemalte Emailfarben und eine breite, leuchtende Palette deuten in die eine Richtung, Blau-Weiß und ein einzelnes Kobalt in die andere. Liegt das Stück vor Ihnen, sagt Ihnen der Glanz mehr als die Beschreibung. Und wo ein Hersteller die Spülmaschineneignung angibt, ist das die Antwort für dieses Stück — es ist sein Dekor, und er weiß, auf welcher Seite der Glasur es liegt.
Kein Shop-Link hier. Das ist eine Frage zu einem Stück, das Sie bereits besitzen oder gerade ansehen, und die Prüfung kostet nichts. Der Ratgeber zu Lackwaren weiter unten ist die andere Hälfte desselben Tisches: Urushi und die Spülmaschine ist ein kürzeres Gespräch.
Die Quellen sind englischsprachig; ihre Titel stehen daher im Original.
Adlerholz ist dasselbe Material in zwei Traditionen: Oud am Golf, jinkō und kyara im japanischen Räucherwesen.
Englische Reinigungsratgeber behandeln Schimmel am Bambusdämpfer als etwas, das man abschrubbt.
Eine Klinge aus Kohlenstoffstahl verfärbt sich, und zwei verschiedene Dinge sehen einander ähnlich: das eine ist eine Schutzschicht, die Sie wollen, das andere ist ein Schaden.
Ein Ausbruch ist nicht das Ende des Messers.
Eine japanische Schneide ist dünn, weil der Stahl hart ist, und harte dünne Schneiden brechen aus.
Die Frage, ob ein Damast-Messer „echt“ ist, hat eine unbequeme Antwort: kein modernes ist es, weil das Wort aufgehört hat zu bedeuten, was es früher bedeutete.
Ein Donabe leitet Wärme sehr schlecht.
Ein Donabe ist für eine Flamme gemacht.
Unglasierter japanischer Ton ist porös.
Es gibt einen weit verbreiteten Glauben, dass ein verschenktes Messer die Beziehung zwischen Schenkendem und Beschenktem durchtrennt.
Ein unbeschichteter Eisenkessel gibt Eisen ins Wasser ab, und zwar in der gut aufnehmbaren Form.
Japanische Essstäbchen sind spitz, wo chinesische stumpf sind, und das ist ein Gestaltungsunterschied mit einem Zweck.
Ein japanischer Griff ist reibschlüssig aufgesteckt statt verschraubt — deshalb lässt er sich ersetzen, und deshalb ist er porös, wie es ein westlicher Griff nicht ist.
Zwei Dinge werden als Kintsugi verkauft, und ob man aus dem Ergebnis essen kann, entscheidet sich nicht daran, welches davon Sie verwendet haben.
Kintsugi ist Reparatur mit Urushi-Lack und Edelmetallpulver.
Eine japanische Klinge mit 61 HRC ist keine härtere Ausführung einer westlichen mit 56.
Ein Naturhaarpinsel und ein synthetischer sind keine Qualitätsleiter.
„Ceremonial grade“ ist keine Norm.
Ein Chasen wird aus einem einzigen Stück Bambus geschnitzt, eine gebrochene Zinke lässt sich also nicht ersetzen — und die Zinkenzahl ist eine Angabe für eine Aufgabe, keine Wertung.
Vier Namen für beidseitig geschliffene japanische Messer, von denen zwei dasselbe Messer sind.
Blauer Stahl ist weißer Stahl mit zulegierten Elementen.
Ein einseitig geschliffenes Messer (kataba) ist für eine Hand geschliffen.
Sumi und Tusche sind beide Ruß und beide schwarz, und getrocknet verhalten sie sich unterschiedlich.
In einem neuen Eisenkessel treten schon in der ersten Woche rote Flecken auf.
Sie sehen aus wie dasselbe Objekt.
Lackwaren werden oft als von Natur aus antibakteriell verkauft.
Ungehärtetes Urushi ist ein Allergen, das bei den meisten Menschen einen Ausschlag hervorruft.
Urushi ist ein natürlicher Harzfilm, kein Lacküberzug.
Japans eigene Industrienorm definiert Washi, und die Definition enthält das Problem: Sie sagt, dass das meiste Washi heute maschinell aus Zellstoff hergestellt wird.
Die Körnungszahl auf einem japanischen Schleifstein ist keine Messgröße, die sich zwischen Herstellern vergleichen lässt.