Sumi und Tusche sind beide Ruß und beide schwarz, und getrocknet verhalten sie sich unterschiedlich. Der Grund liegt darin, was den Ruß zusammenhält.
Wikipedia beschreibt die beiden Zusammensetzungen nebeneinander. Ein Tuschestein besteht hauptsächlich aus Ruß und tierischem Leim, und Tusche entsteht, indem man ihn mit ein wenig Wasser auf einem Reibstein anreibt; die meisten Tuschesteine verwenden Ruß aus Kiefer oder Öl in Verbindung mit tierischem Leim. Einfache Tusche ist feiner Ruß, bekannt als Lampenschwarz, verbunden mit Wasser — und ein Bindemittel ist nicht nötig, weil der Kohlenstoff in kolloidaler Suspension vorliegt und nach dem Trocknen eine wasserfeste Schicht bildet.
Das ist der Unterschied in einer Zeile: Tusche kann ohne Bindemittel wasserfest sein, und ein Bindemittel wie Gelatine oder Schellack wird zugesetzt, um sie haltbarer zu machen, nicht damit sie funktioniert. Sumi ist auf tierischen Leim angewiesen, um den Ruß überhaupt zu halten. „Ist es wasserfest“ ist also keine Eigenschaft des Wortes Sumi; es ist eine Eigenschaft der konkreten Tusche, und der Artikel sagt ausdrücklich, dass Tusche selbst wasserfest oder nicht wasserfest sein kann, je nachdem, ob ein Bindemittel verwendet wird.
Auch das Reiben ist keine Zeremonie. Die Konzentration wird darüber gesteuert, wie lange und wie stark der Stein gerieben wird, und so entsteht der Tonwertumfang in der Tuschmalerei — die Tuschedichte über unterschiedliches Reiben zu verändern und über wechselnde Belastung und wechselnden Druck innerhalb eines einzelnen Strichs. Fertige flüssige Tusche gibt es und sie ist in Japan üblich, verkauft als bokuju; was sie kostet, ist diese Steuerung.
Suzuka-Tusche ist eines der vom japanischen Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie ausgewiesenen Handwerke, neben den Nara-Pinseln und den Kumano-Pinseln, die an anderer Stelle auf dieser Website behandelt werden. Für die praktische Frage ist die Auszeichnung allerdings nicht das Feld, das man liest: suchen Sie nach dem Bindemittel oder nach einer ausdrücklichen Angabe zur Wasserfestigkeit. Eine Flasche, die weder das eine noch das andere sagt, hat die Frage nicht beantwortet, die man ihr am häufigsten stellt.
Kein Shop-Link hier. Welche Tusche zu Ihnen passt, hängt davon ab, ob Sie schreiben, malen oder etwas herstellen, das hinter Glas gerahmt überleben oder feucht werden können muss — und die Quellen oben beschreiben die Materialien, statt die Produkte zu bewerten.
Die Quellen sind englischsprachig; ihre Titel stehen daher im Original.
Adlerholz ist dasselbe Material in zwei Traditionen: Oud am Golf, jinkō und kyara im japanischen Räucherwesen.
Englische Reinigungsratgeber behandeln Schimmel am Bambusdämpfer als etwas, das man abschrubbt.
Eine Klinge aus Kohlenstoffstahl verfärbt sich, und zwei verschiedene Dinge sehen einander ähnlich: das eine ist eine Schutzschicht, die Sie wollen, das andere ist ein Schaden.
Ein Ausbruch ist nicht das Ende des Messers.
Eine japanische Schneide ist dünn, weil der Stahl hart ist, und harte dünne Schneiden brechen aus.
Die Frage, ob ein Damast-Messer „echt“ ist, hat eine unbequeme Antwort: kein modernes ist es, weil das Wort aufgehört hat zu bedeuten, was es früher bedeutete.
Ein Donabe leitet Wärme sehr schlecht.
Ein Donabe ist für eine Flamme gemacht.
Unglasierter japanischer Ton ist porös.
Es gibt einen weit verbreiteten Glauben, dass ein verschenktes Messer die Beziehung zwischen Schenkendem und Beschenktem durchtrennt.
Ein unbeschichteter Eisenkessel gibt Eisen ins Wasser ab, und zwar in der gut aufnehmbaren Form.
Japanische Essstäbchen sind spitz, wo chinesische stumpf sind, und das ist ein Gestaltungsunterschied mit einem Zweck.
Ein japanischer Griff ist reibschlüssig aufgesteckt statt verschraubt — deshalb lässt er sich ersetzen, und deshalb ist er porös, wie es ein westlicher Griff nicht ist.
Nicht der Porzellankörper ist durch die Spülmaschine bedroht.
Zwei Dinge werden als Kintsugi verkauft, und ob man aus dem Ergebnis essen kann, entscheidet sich nicht daran, welches davon Sie verwendet haben.
Kintsugi ist Reparatur mit Urushi-Lack und Edelmetallpulver.
Eine japanische Klinge mit 61 HRC ist keine härtere Ausführung einer westlichen mit 56.
Ein Naturhaarpinsel und ein synthetischer sind keine Qualitätsleiter.
„Ceremonial grade“ ist keine Norm.
Ein Chasen wird aus einem einzigen Stück Bambus geschnitzt, eine gebrochene Zinke lässt sich also nicht ersetzen — und die Zinkenzahl ist eine Angabe für eine Aufgabe, keine Wertung.
Vier Namen für beidseitig geschliffene japanische Messer, von denen zwei dasselbe Messer sind.
Blauer Stahl ist weißer Stahl mit zulegierten Elementen.
Ein einseitig geschliffenes Messer (kataba) ist für eine Hand geschliffen.
In einem neuen Eisenkessel treten schon in der ersten Woche rote Flecken auf.
Sie sehen aus wie dasselbe Objekt.
Lackwaren werden oft als von Natur aus antibakteriell verkauft.
Ungehärtetes Urushi ist ein Allergen, das bei den meisten Menschen einen Ausschlag hervorruft.
Urushi ist ein natürlicher Harzfilm, kein Lacküberzug.
Japans eigene Industrienorm definiert Washi, und die Definition enthält das Problem: Sie sagt, dass das meiste Washi heute maschinell aus Zellstoff hergestellt wird.
Die Körnungszahl auf einem japanischen Schleifstein ist keine Messgröße, die sich zwischen Herstellern vergleichen lässt.