抹茶の等級表示
„Ceremonial grade“ ist keine Norm. Definiert ist — durch die ISO und durch die japanische Lebensmittelkennzeichnung — wie Matcha angebaut und hergestellt wird, und diese Definition sagt nichts über Güteklassen.
Wikipedia legt die Definitionen dar: sowohl ISO 20715:2023 als auch die japanische Lebensmittelkennzeichnungsnorm verlangen, dass Matcha aus Camellia sinensis var. sinensis hergestellt wird, im Schatten wächst, gedämpft und ohne Rollen getrocknet und zu feinem Pulver vermahlen wird. Die japanische Norm gibt an, dass die Blätter zwei bis drei Wochen vor der Ernte beschattet werden, unter Abdeckungen wie yoshizu, komo oder Käseleinen. Diese Beschattung erzeugt die leuchtend grüne Farbe und das kräftige Umami.
Keine der beiden Normen definiert eine „ceremonial“- oder „culinary“-Güteklasse — das Wort culinary kommt im Artikel überhaupt nicht vor. Das macht die Begriffe in der Praxis nicht bedeutungslos; Verkäufer verwenden sie einheitlich genug, um grob informativ zu sein. Es bedeutet aber, dass niemand sie prüft, und dass ein Güteklassen-Wort auf einer Packung eine Behauptung ist, die der Verkäufer über sich selbst aufstellt, und keine Spezifikation, die er erfüllt hat.
Es gibt einen schärferen Grund, den Rest des Etiketts zu lesen. Wikipedia merkt an, dass zum Aromatisieren und Färben von Lebensmitteln — Mochi, Soba, Speiseeis, Latte, Wagashi — häufig mit Farbzusätzen grün gemachter Matcha anstelle von teurem, im Schatten gewachsenem Matcha verwendet wird. „Leuchtend grün“ ist also für sich genommen kein Beleg für Schattenanbau, und der ist das, was die Normen tatsächlich verlangen.
Die nützlichen Angaben sind die, bei denen man eine Norm oder einen Ort beim Wort nehmen kann: wo er gewachsen ist, wann er geerntet wurde und wie lange er beschattet war. Das sind die Größen, um die sich die Definitionen drehen, und ein Verkäufer, der sie veröffentlicht, hat Ihnen etwas Nachprüfbares gegeben. Ein Güteklassen-Wort hat keine solche Grundlage — was es nicht zur Lüge macht, nur unüberprüfbar.
Auf dieser Seite gibt es keinen Shop-Link. Einen Matcha zu empfehlen hieße, für einen Geschmack einzustehen, und diese Website probiert nicht, worüber sie schreibt. Der Ratgeber zum Besen weiter unten behandelt das Werkzeug statt des Tees.
Die Quellen sind englischsprachig; ihre Titel stehen daher im Original.
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